News » Studie der AK OÖ: Zahlen zu Gewalt im Gesundheits- und Sozialbereich

31.01.2019

Gewalt gegenüber Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialbereich wird oft als „Berufsrisiko“ abgetan – oder totgeschwiegen. Die Arbeiterkammer (AK) hat dies zum Anlass genommen und eine Studie in Auftrag gegeben, die das Ausmaß der Gewalt am Beispiel der Alten- und Pflegeheime aufzeigen soll.

Zu den Fakten:

  • Jeder Zweite ist von Gewalt betroffen
  • 24 % erleben sexuelle Gewalt

Auch am Beispiel der Krankenhäuser zeigt sich, dass die Gewalt zunimmt. 41 % der Befragten einer weiteren AK-Studie stimmen dieser Aussage zu. Und das in einem Arbeitsumfeld, in dem die zunehmende Zahl der Aufgaben ohnehin schon kaum zu bewältigen ist, wie 9 von 10 der Befragten bestätigen.

Die Studienautoren kommen zum Schluss, dass Gewalt und Aggressionen vor allem dort entstehen, wo zu wenig Zeit für die Betreuung bleibt oder quälend lange Wartezeiten vorkommen. Der Zusammenhang zwischen Gewalt und Personalmangel ist demnach offensichtlich. Um das Tabu zu brechen und die Beschäftigten zu unterstützen, bietet die Arbeiterkammer Oberösterreich auf ihrer Homepage einen Online-Gewaltcheck. „Damit können Kolleginnen und Kollegen die individuelle Betroffenheit sowie den Umgang mit Gewalt im Betrieb besser einschätzen. Und sie können überprüfen, inwieweit das eigene Arbeitsumfeld gewaltförderlich wirkt“, erklärt AK-Präsident Kalliauer. 

» Zum Online-Gewaltcheck
» Zum Beitrag / zur Studie der AK OÖ (Link)

Quelle:
Arbeiterkammer OÖ (Link)