News » Keine Kriminalisierung der Palliativmedizin

17.10.2015

Laut den Salzburger Nachrichten vom 7.10.2015 droht einem Salzburger Arzt eine Mordanklage. Der Vorwurf: Der Anästhesist soll einer 79-jährigen Patientin in der Nacht auf 30. Oktober 2014 in einem Salzburger Spital Morphin-Infusionen in so hoher Dosis verabreicht haben, dass die Frau laut einem Gutachten daran gestorben sei.

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Dieser Gerichtsfall erregt die Gemüter und führt zur Diskussion, unter welchen Aspekten eine Behandlungsentscheidung am Lebensende für Ärzte strafrechtlich relevant ist. Michael Halmich hat im Zusammenwirken mit dem ÖGERN-Team eine Stellungnahme verfasst, die den strafrechtlichen Rahmen klarstellt.

ÖGERN-Stellungnahme in Vollversion

Weiterführende Literatur und weitere Stellungnahmen anderer Fachgesellschaften hier => Link

ÖGERN wird im Zuge seines 3. Symposiums am 4.11.2015 mit dem Generalthema „Notfallmedizin am Lebensende“ ausführlich zu rechtlichen/medizinischen/ethischen Aspekten bei Behandlungsentscheidungen am Lebensende Stellung beziehen. Darüber hinaus werden die Ergebnisse des Symposiums im 3. Tagungsband publiziert. Ein Erscheinen ist für Jänner 2016 geplant.