News » Forschung: Die „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling in der NS-Zeit

10.11.2018

Laut der Website des Instituts für jüdische Geschichte in Österreich wurden mindestens 30.000 Menschen während der nationalsozialistischen Herrschaft in Österreich als „unwertes Leben“ qualifiziert und im Rahmen der NS-„Euthanasie“ ermordet. Die 1902 gegründete „Kaiser-Franz-Joseph-Landes-Heil- und Pflegeanstalt“ im niederösterreichischen Mauer-Öhling war mit ihren rund 2.000 Betten nach dem Wiener Steinhof und dem Grazer Feldhof die drittgrößte Klinik Österreichs, die im nationalsozialistischen System an der Ermordung von Psychiatrie-Patientinnen und -Patienten beteiligt war. Dennoch ist über die Vorgänge in der Anstalt in der NS-Zeit aus unterschiedlichen Gründen bis heute kaum geforscht bzw. publiziert worden.

Ein Forschungsprojekt geht nun systematisch der Frage nach, welche Rolle die NÖ Heil- und Pflegeanstalt Mauer-Öhling während der NS-Zeit hatte. Einige Berichte geben Einblick in den Forschungszwischenstand:

  • Projektbeschreibung (Link)
  • Parallelprojekt: „Geschlossene“ Anstalt? – Die „Heil- und Pflegeanstalt“ Mauer-Öhling (Niederösterreich) in der NS-Zeit und im kollektiven Gedächtnis (Link)
  • Beitrag von Philipp Mettauer in „Pflege Professionell“ (Link)
  • Buchhinweis des Dokumentationsarchives des österreichischen Widerstandes als Herausgeber: Fanatiker, Pflichterfüller, Widerständige, Wien 2016, 412 Seiten (Link)
    (mit freiem Download u.a. von Beiträgen zu „Von der Aktion T4 zur dezentralen Euthanasie – Die niederösterreichischen Heil- und Pflegeanstalten Gugging, Mauer-Öhling und Ybbs)

Quelle:
Institut für jüdische Geschichte Österreichs (Link)
Dokumentationsarchiv des österreichischen Widerstandes (Link)
Pflege Professionell (Link)