News » ÄrzteG-Novelle zum Ärztlichen Beistand für Sterbende in Begutachtung

14.10.2018

Künftig soll das Berufsbild des Arztes dezidiert um Maßnahmen der Schmerztherapie und Palliativmedizin erweitert werden. Zudem sieht der Entwurf für eine Novelle folgende neuformulierte Norm vor:

  1. Die Ärztin/Der Arzt hat Sterbenden, die von ihr/ihm in Behandlung übernommen wurden, unter Wahrung ihrer Würde beizustehen.

  2. Im Sinne des Punkt 1 ist es bei Sterbenden insbesondere auch zulässig, im Rahmen palliativmedizinischer Indikationen Maßnahmen zu setzen, deren Nutzen zur Linderung schwerster Schmerzen und Qualen im Verhältnis zum Risiko einer Beschleunigung des Verlusts vitaler Lebensfunktionen überwiegt.

 

Zur Begründung lt. Erläuterungen zum Entwurf (Auszug):

Dass hier ein ethischer Grenzbereich und große Unsicherheit bei Ärztinnen/Ärzten, die auch zum Nachteil der Patientinnen/Patienten gereichen kann, gegeben ist, hat sich zuletzt im Fall eines Arztes in Salzburg gezeigt. Dem Arzt wurde zur Last gelegt, einer 79-jährigen Patientin so viel Morphin verabreicht zu haben, dass sie daran starb. Wenngleich nach dem zunächst erhobenen Mordvorwurf schlussendlich auch ein Freispruch vom Vorwurf der fahrlässigen Tötung erfolgte, blieben gerade auf dem Gebiet der Palliativmedizin Unbehagen und große Verunsicherung zurück. …

» Alle weiteren Infos samt Materialien hier

Bis zum 8.11.2018 kann im Rahmen der offenen Begutachtung eine Stellungnahme eingebracht werden.

Quelle:
Öst. Parlament (Link)